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Windkraft und Stromerzeugung

Windkraft – Gefahr für Vögel

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In den letzten Jahren haben wir ja den Wind wieder entdeckt. Gerne erinnern wir uns an die Vorteile dieses vermeintlich kostenlos aus der Luft zu erntenden Energieträgers. Es setzte eine enorme Entwicklung ein, wobei tausende Windkraftanlagen wie Spargel oder Nagelstudios aus dem Boden schiessen, mit freundlichster finanzieller Unterstützung der Politik und „Umweltlobby“.

Offenbar sind Windkraftanlage aber tatsächlich wahre Vogelkiller. Schon lange ist bekannt, dass Windkraftanlagen eine Gefahr für Vögel darstellen. Ein typischer Windpark kann jedes Jahr Tausende von Vögeln töten, darunter Raubvögel wie Falken und Adler und Störche. Gerne wird die Gefahr relativiert – ebenso wie die Zahl der getöteten Vögel.

Bildergebnis für windräder vogelsterben

Die Gewinner der Windkraft sind eindeutig klar: Die Besitzer und Investoren der Anlagen, die sich Bau und Betrieb fürstlich bezahlen lassen. Der Hinweis auf die große Bedeutung in der “ökologischen” Transformation erstickt jegliche Kritik im Keim. Aber wie ökologisch und naturnah ist diese Energiegewinnung wirklich? Einen Hinweis darauf finden wir in einer Pressemitteilung der Deutschen Wildtierstiftung :

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Die Zahl der Insekten hat in manchen Gebieten Deutschlands
schon um bis zu 80% abgenommen und das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Vogelwelt. Vögel wie Schwalben oder Mauersegler leben von Insekten. Für eine Vielzahl von Kleinvögeln in der Aufzuchtphase sind Insekten besonders wichtig. Das massive und erschreckende globale und bundesweite Insektensterben nimmt (nicht nur) Schwalben, Mauerseglern und Fledermäusen die Nahrungsgrundlage und führt zu einem massiven Rückgang der Populationen. „Von den 248 Vogelarten, die in Deutschland brüten, ernähren sich 80 Prozent von tierischer Kost, die Hälfte von ihnen bevorzugt Insekten.

Zusammenhang zum Insektensterben

2 aktuelle Studien zeigen, dass Neonicotinoide zum Bienen- und Insektensterben beitragen und damit auch zum Vogelsterben

„Wie zwei Studien im Wissenschaftsjournal Science jetzt darlegen, ist eine wichtige Gruppe von Tätern nun wohl dingfest gemacht: sogenannte Neonicotinoide, kurz Neonics genannt. Die Gifte werden als Insektenvernichter weltweit auf Äcker verbracht. Die Studienergebnisse sind nach Aussage zahlreicher unbeteiligter Experten eindeutig. Neonics wirken sich negativ auf die Fortpflanzung und das Überleben von Honigbienen und Hummeln aus. […]

Neonics vergiften ohne Rücksicht auf die Spezies das Nervensystem von Insekten und verbleiben oft Jahre in den Böden. […]
Die Ergebnisse beider Studien stützen nun die Forderung nach einem Verbot. […]

Die Forscher fanden außerdem heraus, dass Fungizide, die einen Pilzbefall der Maiskörner verhindern sollen, die Effekte der Neonics auf die Bienen eklatant verstärkten. […]

Die Arbeit belege eine Belastung von Wildblumen – und somit eine Migration der schwer abbaubaren Gifte vom Acker in weitere Pflanzen, die als Nahrung für viele andere Tiere dienen. […]

Auch das weitere Schicksal der Rotmilane ist ein Beispiel. Ca. 60 Prozent des weltweiten Bestands dieser tagaktiven Jäger lebt in Deutschland. Man schätzt die gesamte noch verbleibende Zahl auf „etwa so viele, wie eine Kleinstadt Einwohner hat“. Erste Befunde deuten auf eine unglückliche Nähe einiger Windparks zu Beutegründen und Nistplätzen der Tiere hin. Die Suche nach Lösungen läuft. Während der Brutzeit seien Frei- und Brachflächen ein hervorragender Jagdgrund, während lange Getreideähren den Vögeln die Sicht auf Feldmäuse versperren würden. Mit der richtigen Fruchtfolge auf den Äckern der todbringenden Windparks könnten Betreiber die Wahrscheinlichkeit verringern, dass Rotmilane den Anlagen zu nahe kommen. Die rot-gefiederten Tiere erkennen die schnell rotierenden Propeller in einigen Fällen zu spät, trotz ihrer hervorragenden Augen.
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Nabu Zitat:

„Klimaschutz nicht auf Kosten von Arten und Lebensräumen“

Der NABU fordert beim Ausbau der erneuerbaren Energien die strikte Einhaltung des geltenden Umweltrechts und appelliert dabei an alle Entscheidungsträger und Investoren, den Klimaschutz nicht auf Kosten von Arten und Lebensräumen voranzutreiben.

Der NABU befürwortet den naturverträglichen Ausbau der Windkraft sowohl an Land als auch auf dem Meer, weist jedoch auf gravierende Versäumnisse bei der Standortwahl und Realisierung einzelner Projekte hin.

Tod durch Stromschlag, vermutet man bei der Gesellschaft Storch Schweiz. Ein Schicksal, das auch den unzähligen anderen Zugvögeln droht, die jedes Jahr wieder unterwegs in ihre Winterquartiere sind. Strommasten und Freileitungen dienen ihnen als Schlafplätze, als Warten – oder werden zur tödlichen Falle. Auch bei Windturbinen kommt es häufig zum sogenannten Vogelschlag. Weltweit dürften so jedes Jahr Millionen von Vögeln wegen Stromleitungen und Windkraftanlagen verenden.
So sieht übrigens die aktuelle Deutschlandkarte mit Windkraftanlagen aus:
Karte Windkraftanlagen Deutschland

Deutschland verschenkt Strom-Millionen

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Frage: was passiert denn mit dem ganzen überproduzierten Strom durch Windräder und brauchen wir diesen wirklich? Fakt ist: Deutschland verschenkt Strom-Millionen an Frankreich – auf Kosten der Verbraucher. Teilweise muss Deutschland für die Abgaben sogar bezahlen. Unnötige Stromproduktion auf Kosten von Tierarten und Lebensräumen. Fokus schreibt:
„Weil Deutschland aus erneuerbaren Energien mehr Strom produziert als benötigt, wird diese Energie häufig ins Ausland verramscht. Immer öfter bekommen unsere Nachbarn sogar Geld dafür, wenn sie überschüssigen deutschen Strom nehmen. Die Rechnung zahlen die Verbraucher.“
Ähnliches Foto
Aber Gelder für Artenschutz und Studien sind komischerweise nie vorhanden. Stattdessen verschenkt Deutschland Ökostrom in Millionenhöhe. Danke Politik, und Danke an die Altparteienwähler. Die Stromnetze werden durch die Energiewende immer mehr belastet. Für Noteingriffe zahlten Verbraucher im vergangenen Jahr knapp 1,4 Milliarden EUR. Das geht so weit, dass sogar die Ökostrom-Produktion teuer zurückgefahren werden musste. Zusätzlich mussten in hoher Anzahl Ökostromanlagen und erstmals auch noch Offshore-Windparks abgeschaltet werden, weil die Leitungen den Grünstrom nicht mehr abtransportieren konnten.
Soviel zu der Grundproblematik und den verheerenden Auswirkungen auf unsere Vogelarten und Insekten. Das alles für eine höchst ignorante und schlecht durchdachte Energiepolitik. Vogelsterben für eine Überproduktion von Strom, der uns mehr kostet als vertretbar ist.
In einem der nächsten Artikel werden wir uns mit Lösungansätzen befassen.  Schnelle Energiewende um welchen Preis? Wie wirkt Infraschall der Windräder auf Mensch und Tier?
………..

Quellen:

Wenn Windkrafträder dramatisch ins Ökosystem eingreifen

Die dunkle Seite der Windkraft

Vogelsterben in Deutschland

Fledermäuse und Vogelschlag

Gefährdung Windkraft

Gefahr und Chance

Negativ Strompreise

Deutschland-verschenkt-Oekostrom

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