Haben E-Autos ein Problem mit Feinstaub?

Feinstaub und Gewichtsproblem bei Elektroautos

E-Autos produzieren Feinstaub? Wie das? E-Autos sollen doch „Klimaretter“ sein. Aber: Elektroautos stehen mehrfach in der Kritik. Und eventuell droht nun womöglich noch ein Fahrverbot oder erhebliche Nachbesserungen für bestimmte Modell. Grund: Feinstaubabrieb.

Grund: Vor allem auch das Gewicht der Autos fördere die Entstehung von Feinstaub und zwar durch den Abrieb von Reifengummi auf Asphalt. Da Elektro-Autos aufgrund ihrer übergroßen Akkus zumeist deutlich schwerer als ihre Benziner- oder-Diesel-Kollegen sind, produzieren sie an dieser Stelle auch mehr Feinstaub als diese.

OECD fordert schon neue Grenzwerte

Das führt zu der absurden Situation, dass die als Klima-Retter apostrophierten Elektroautos teilweise mit einem Fahrverbot wegen zu hoher Feinstaub-Produktion belegt werden könnten.

SUV’s werden immer schwerer

Selbst EON schreibt: „Seit Jahren werden PKWs immer schwerer, die SUV Welle rollt ungebrochen über die Straßen. Damit steigt das durchschnittliche Gewicht pro PKW immer weiter an. Schwerere PKW erzeugen mehr Abrieb an Bremsen, Reifen und Straßenbelag. Und das gilt für jedes Fahrzeug, unabhängig vom Antrieb.

Ein Elektroauto erzeugt nur im Betrieb keine Feinstaubemissionen durch Verbrennungsprozesse und deutlich weniger beim Bremsen, da überwiegend elektrisch gebremst wird. Auch verfügen elektrisch betriebene PKW in der Regel über keine Kupplung, denn auch diese wird bei jedem Schaltvorgang mechanisch beansprucht und abgenutzt. Jedoch wirbelt auch ein Elektroauto Staub auf, der sich auf der Straße abgesetzt hat. Und auch seine Reifen nutzen sich ab. Ebenso trägt es enorm zum Abrieb des Straßenbelages ab. Und dabei gilt: Je schwerer das Fahrzeug, desto größer der Abrieb.“

SUV und Kleinwagen - Grössenvergleich

Also ein schwerer, dicker SUV, der zudem noch ein Elektroauto ist, wäre das Umweltmonster per excellance?

Feinstaub kommt nur zum kleineren Teil von den Motoren. Deshalb rettet ein E-Auto auch unsere Stadtluft nicht. Der neuen OECD Studie zufolge (siehe unten) könnten große und schwere Elektro-Autos also für noch mehr Feinstaub sorgen.

Feinstaub kommt von den Reifen, Bremsen, Abrieb und Aufwirbelungen

Die Feinstaubemissionen des Verkehrs, die nicht aus Verbrennungsabgasen kommen, haben vier Hauptquellen: Bremsen– und Reifenabrieb, der an den Fahrbahnoberflächen entsteht – und nicht damit zu verwechseln – der Aufwirbelung allen Feinstaubs durch den Verkehr.

autos autobahn

Die Kreiszeitung schreibt:

„Verbrenner-Motoren gelten als die Umweltsünder des Straßenverkehrs. Doch auch Elektroautos rufen aktuell verkehrsbedingte Umweltsorgen hervor, der Grund dafür: die steigende Belastung durch Feinstaub Emissionen. Laut einer Studie der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) könnten Elektroautos bereits in wenigen Jahren der Hauptträger für verkehrsbedingte Emissionen seien, nicht zuletzt auch, weil das Ende von Verbrennern bereits feststehe. Der Verband warnt davor, dass die Luft-Verschmutzung künftig ein ernsthaftes gesundheitliches Problem für die Menschen darstellen könnte. Nun werden sogar Forderung nach Fahrverboten für bestimmte E-Autos mit besonders starker Feinstaubabgabe laut.“

Hier die Original Studie der OECD: ==> OECD Studie – engl.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Problematik des Gewichtes, des Feinstaubabriebes und der Batterien samt Rohstoffen, sowie der Reichweite langfristig entwickeln. Eines ist aber klar: Elektroautos sind noch nicht der Stein des Weisen und aktuell auch nicht wirklich die bessere Alternative, obwohl viele das glauben. Es bleibt spannend, wie die nächste OECD Studie ausfällt und wie die Autohersteller reagieren werden.

Solange vielleicht lieber doch den eigenen Diesel/Verbrenner behalten oder zumindest bescheiden ein kleineres Auto statt eines SUVs fahren . . .

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Elektro Autos nicht umweltfreundlich
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