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Ostara – Eostre die vergessene Göttin des Frühlings

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Eostre die vergessene Göttin des Frühlings

Über Ostara bzw. Eostre/Eostra ist schon so viel geschrieben worden, dass wir nicht viel Neues berichten können. Aber eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten und einleuchtendsten Basisgedanken möchten wir Euch hier mit auf den Weg geben. Auch die Hinweise und Quellen zum eigenen weiter Recherchieren dürfen unten natürlich nicht fehlen.

Der Grundgedanke ob sich der Name OSTERN von Ostara ableitet, liegt nahe. Folgende Überlegung stellen wir an: Was, wenn OSTARA der Name des Frühlingsfestes für die (Frühlings-) Göttin des Lebens und des Lichtes Eostre war ? Was, wenn der Streit um die Namensherkunft nur auf einem menschenüblichen Mißverständnis von Begriff und Zuordnung beruht?

 

Woher stammt der Name Ostara?

Der Name Ostara (Os-Tara) ist der Name des Festes der Göttin des Lichtes und des Lebens (Eostre oder Eostra) aus dem Osten. Denn im Osten geht die Sonne und das lebensspendende Licht auf.

Ostara Stich

Das Wort Os-Tara ist keltischen Ursprungs und ist der Ausdruck für das Erwachen des Lebens nach der Winterpause, also den Frühlingsbeginn. Wir finden Ostaras Symbol wieder in der griechischen Mythologie bei Eos, der Göttin der Morgenröte und des Sonnenaufganges. Ähnlich nennt man sie im Lateinischen die Göttin „Aurora“ und auch dies bedeutet Morgendämmerung. Die nordisch-germanische Frühlingsgöttin Ostara (Eostre) ist das Sinnbild für das Neuerwachen der Erde, des aufsteigenden Lichts und die Wiederauferstehung der Natur nach einem langen Winter. Das keltische Fest der Ostara ist das Datum der Frühlings-Tagundnachtgleiche am 21. März. Die Göttin der Fruchtbarkeit und des Ackerbaus bringt Leben, Licht, Wärme und Energie in die Welt. Als Tochter des obersten Germanengottes Wotan fliegt sie durch den Himmel, umgeben von Tieren und Putten, während die Menschen zu ihr hinauf sehen und ihr zu Ehren jährlich ein Fest für den Sieg des Frühlings über den Winter feierten. Der heilige Mond-Hase ist übrigens Ostaras Tier, der in einer Vollmondnacht auch im Sternbild zu sehen ist.

Das Fest OS-TARA – ALBAN EILER (keltisch)

Ostara selbst wurde 3 Tage lang zur Frühlings-TagundNachtgleiche gefeiert, und zwar zum 21. MÄRZ zum Frühlingsbeginn. Damals war der MÄRZ auch sinnvoller Weise der Jahresbeginn, dann wenn das Rad des Lebens und die Jahreszeiten ihren neuen Rundlauf beginnen und Mutter Natur alles von vorn spriessen, blühen und wieder wachsen lässt. Erst die Kalender-Reformen und die Christianisierung haben OSTERN als Fest der Auferstehung Jesu Christi auf den ersten Sonntag nach Vollmond nach dem Frühlingsbeginn verlegt. Da das traditionell bewußte Volk aber nicht gewillt war, sich seine Feste und Rituale nehmen zu lassen, war es das einfachste und wirksamste Mittel, Namensähnlichkeiten (Ostara – Ostern), Symbole wie den Hasen (der Mondhase, als das ursprüngliche heilige Tier Ostaras) und das Ei zu übernehmen.

Os-tara

Woher stammt das Symbol vom Ei?

In den alten germanisch-keltischen Überlieferungen finden wir, dass Ostara zu Beginn der Zeit ein Ei zur Welt brachte und anschließend mehrere Jahrtausende lang zwischen ihren Brüsten aufbewahrte, wo es langsam zur Reife gelangen konnte. Als sie die ersten Sprünge in der Schale bemerkte, legte sie das Ei behutsam in der Dunkelheit ab. Aus dem aufspringenden Welten-Ei „entschlüpfte“ schließlich die gesamte Erde, mit all ihren Pflanzen, Gewässern, Tieren und Menschen. Aus dem Eidotter entwickelte sich nun die Sonne, die die Dunkelheit mit ihrem Licht vertrieb. In den nordischen Regionen legte Hathor-Astate das goldene Ei, das die Sonne darstellt. Daher ist die Gabe von Eiern als Symbol für die Erd-Mutter Ostara ein Ritual, das der Geburt der Welt gedenken und gleichzeitig das Erwachen des Frühlings als Zeichen des aufkeimenden Lebens ehren soll. Das Entzünden des Ostara-Feuers und die Feldweihe, das Segnungs-Ritual zur Vorbereitung der Äcker waren wichtige Bestandteile des Frühlingsfestes.

Eier

Sorbische Ostereier von Eva Kristan aus dem sächsischen Königswartha

Zeitschau – Schon gewußt?

– Ostarablót, das Ostara Frühlingsfest, obwohl immer wieder von den Geschichts(um)schreibern angezweifelt, ist in vielen nordischen und östlichen Regionen als dokumentiertes Fest belegt.

– Im sächsisch-angelsächsischem Raum ist durch den engl. Kirchenchronisten und Gelehrten Beda Venerabilis in seinem Werk „De temporum Ratione“ beschrieben, dass es den Monat „Eosturmonath“ gab, der zu Ehren der Göttin Eostrae benannt und gefeiert wurde. Die Quellen des Breda aus der Epoche um 730 sind eindeutig belegt und unumstritten. Hervorzuheben ist hier die Streitschrift zur Terminierung des Osterfestes.

– Dieser altenglische Name des Aprils „Eosturmonath“ entspricht dem altdeutschen Monatsnamen „ôstârmanoth“, der u.a. in Einhards Aufzeichnungen um 770 -840 belegt ist. Bei den Franken war der 4. Monat (Ostermond) der „ôstarmânot“.

– Desweiteren gibt des den ungefähr 1000jährigen Eostar-Hymnus, welcher im westphälischen Kloster Corvey erhalten ist. Hier wird eine Gespruchs-Anbetung an „Eostar,eostar, erdhan modor“ die Mutter der Erde gehalten. Es gibt eine Ähnlichkeit zum Erce-Spruch der Angelsachsen.

– Insbesondere in Westfalen scheint Ostara (Eostre) lange Zeit verehrt und gefeiert worden zu sein. Bereits 100 Jahre vor den Gebrüdern Grimm, wird Ostara vom örtlichen Pastor Pustkuchen erwähnt, der kritisch darüber schrieb, dass an den Externsteinen das Volk viel „Unfug“ zu Ehren der heidnischen Göttin Ostara betrieb.

– Bei den Germanen finden wir Analogien von Os-Tara zu Freyja, der Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin. In den Edda Schriften wird sie im Kapitel in den „Skáldskaparmál“ erwähnt.

– Ostara wurde gefeiert als Göttin des strahlenden Morgens, des aufsteigenden Lichtes sowie als Göttin des wiederkehrenden Frühlings. Ihr Kult erstreckte sich über ganz Niedersachsen, Westfalen und Niederhessen, wahrscheinlich auch über Friesland, Jütland und Seeland und auch über Bayern, wie die von Quitzmann aufgeführten Ortsnamen beweisen . Nach Fricke gehörte Ostara dem Herthadienst, einem Kult der Naturkräfte zu, und war besonders in Westfalen sehr bekannt, wo ihr Schweineopfer dargebracht wurden.

– Nach Hoops wurde sie besonders in Niederdeutschland verehrt, wo ihr der Monat Mai gewidmet war, Maiblumen geopfert und Maibäume errichtet wurden. Ostara erschien beim Eintritt des Frühlings neben Donar, als Schwester Thors. Als solche hatte sie Anteil an den Osterfeuern, nach Kuhn und Panzer ist sie mit den drei Schicksalsschwestern eng verbunden. Die Gebräuche mit dem Osterwasser und das ihr heilige fließende Wasser deuteten auf einen Quellenkultus.

– Die Sitte in Hessen, am 2. Ostertag Blumensträuße in eine Höhle zu tragen und dann kühles Wasser zu schöpfen, gilt als Rest des Ostara-Kultus. Kränze aus Tausendschönchen, Küchenschelle und gelben Lilien, Kräuter und Mechthildenkränze wurden ihr dargebracht. Die Birke war ihr heiliger Baum, ihre heiligen Tiere waren der Hase und das Osterkälbchen oder „Marienkäferchen“. Ihre Lieblingsopfer waren Eier und Opferbrote (Osterfladen). Auch andere unblutige Opfer wurden ihr geweiht.

– Dem Äußeren nach wird sie beschrieben als ein ähnlich der Göttin Eos sich leicht fortbewegendes, in ein goldschimmerndes Gewand gehülltes Wesen mit gelben Schuhen. Vielleicht war sie eine besondere Gestalt der Himmelskönigin. Grimm bringt die Osterspiele mit der Ostara in Zusammenhang, und manche Züge der „Palmeselprozession“ gehörten ursprünglich auch der alten heidnischen Göttin zu Ostara an.

– die Begriffe Ostern und Osterhase gibt es überliefert erst seit ca. dem 17. Jhdt.

Ostara mit Mondhase

Fröhliche OS-Tara uns allen (-;

 

………

Quellen und weitere Informationen

– Hauszellengemeinde http://hauszellengemeinde.de/ostara-germanische-goettin-oder-erfindung/

– Echthecht https://echthecht.wordpress.com/2017/03/17/von-hasen-ostern-ostara-und-oesterreich/

– allsher jargode https://allsherjargode.beepworld.de/ostara.htm

– Jahrekreisinfo https://www.jahreskreis.info/files/fruehling.html

– Mittelalter Wiki https://mittelalter.fandom.com/de/wiki/Eostra

– Jacob Grimm: Deutsche Mythologie. 4. Ausg., besorgt von E. H. Meyer. Berlin 1875–78. 3 Bde.

– W. Fricke: Das mittelalterliche Westfalen oder die alten Sitten, Gesetze, S. 7f.

– Ferd. Freiherr v. Andrian: Der Höhenkultus asiatischer u. europäischer Völker. Wien 1891, S. 353

– Anton Quitzmann: Die heidnische Religion der Baiwaren. Erster faktischer Beweis der Abstammung dieses Volkes. Leipzig und Heidelberg 1860, S. 129

– W. Fricke: Das mittelalterliche Westfalen oder die alten Sitten, Gesetze, Gerichte, Zustände und Gewohnheiten der Roten Erde. Minden i.W. 1890, S. 54

– Heinrich Hoops: Sassenart. Niedersächsische Volkssitten und Bräuche. Bremen 1922, S. 46f., 55).

– Ethel L. Urlin, Festival, Holy Days, and Saints, S. 73).

– The Encyclopedia Britannica [Chicago, 1959], Band 7, S. 859

– Die Neue Katholische Encyclopedia, 1967, Vol. 5, S. 6

– Englehart, S. 4

– http://de.wikipedia.org/wiki/Beda_Venerabilis#cite_note-3

– Encyclopedia Britannica, 1991 Ed., Vol. 4, S. 333

– The Westminster Dictionary of the Bible

– Funk & Wagnalls Standard Dictionary of Folklore, Mythology and Legend

– Dreimal Schwarzer Kater, R. Brasch

– Curiosities of Popular Customs von William S. Walsh

– Harper’s Bible Dictionary [New York, 1961], S. 46, 47

– The Encyclopedia Americana [New York, 1956], Band IX, S. 506

– Funk & Wagnalls Standard Dictionary of Folklore, Mythology and Legend [New York, 1949], Band 1, S. 334, 335

– The Westminster Dictionary of the Bible [Philadelphia, 1944] von John D. Davis, S. 145

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