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Leserbericht der Hochwasser-Katastrophe

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Boris Reitschuster hat einen Leserbericht veröffentlicht, der betroffen macht und durch den sich vor allem auch die richtigen Fragen stellen.

Wir zitieren hier  – den gesamten Text gibt es auf der Webseite von Herrn Reitschuster reitschuster.de zu lesen (Link weiter unten).

„Die Überflutungen sind eine Hochwasser-Katastrophe mit Ansage gewesen“

VERÖFFENTLICHT AM 17. Jul 2021

Leserbericht

Ich bin betroffen von der Katastrophe in Euskirchen. Meine Familie hat in Odendorf alles verloren, wir sind ohne Strom, warmes Wasser, Internet, Telefon oder Mobilfunk, alles an Hab und Gut ist weg. […] Die Überflutungen sind eine Hochwasser-Katastrophe mit Ansage gewesen. Bereits Wochen vor dem Unglück waren die Talsperren randvoll und die Böden so durchnässt, dass kein weiteres Wasser aufgenommen werden konnte. Die Informationen kann man bei den Talsperren-Ständen überprüfen. Die Wetterlage mit Dauerregen und Starkregen kann man ebenfalls online überprüfen.

Schon vorher hätte der Katastrophenschutz Wasser abpumpen müssen, um der angekündigten Wetterlage entgegenzuwirken. […]

Das Wasser war überall. Die Fußgängerzone, Parkhäuser, Wohnhäuser, Geschäfte – alles unter Wasser. […] Zu dem Zeitpunkt hing alles an der freiwilligen Feuerwehr. Kein Katastrophenschutz, keine Bundeswehr. Das THW und anliegende Bauern mit Güllepumpen waren die einzige Unterstützung.

[…] Die Grundversorgung ist tot. Man brauchte Lebensmittel, aber Geschäfte waren bis auf wenige geschlossen und man konnte nur mit Bargeld bezahlen. Hat man uns doch während Corona eingetrichtert, dies zu vermeiden. In der wenig betroffenen Filiale einer Sparkasse war Bargeld-Auszahlung auch 2 Tage nach dem Hochwasser nicht möglich. So sprangen wieder Nachbarn ein, damit wenigstens Wasser gekauft werden konnte.

Wir haben 500 Meter in 45 Minuten geschafft mit dem Auto, sind dann umgedreht. Man konnte niemanden erreichen, das Handy-Netz ist bis heute tot. Odendorf ist nicht betretbar, wir waren nicht informiert, da ja weder Radio noch Fernseher Empfang hatten. Wenn man denn überhaupt noch ein Gerät hat … in der Zwischenzeit kommt es zu Plünderungen in der Innenstadt. Ohne Strom keine Sicherheit – diejenigen, die mit leerem Blick Schutt, Schlamm und Müll kehren, sind nicht mehr in der Lage, sich zu wehren. Das war ein Augenzeugen-Bericht meines Schwagers.

[…] Wir brauchen kein Mitleid! Wir brauchen dringend und unbürokratisch Hilfe in Form von Geld! Man hat hier alles verloren: Häuser, Autos, Hab und Gut, Fotos, Spielzeug. Alles! Wir in den betroffenen Gebieten sind gemeldet, haben eine Steuernummer, über die Soforthilfe verteilt werden kann! Wir brauchen eine Grundversorgung! Wie sollen wir Wasser abkochen ohne Strom?

Luisa Neubauer streikt für uns und das Klima? Bitte lass es sein! Mach Geld locker, Deine Familie hat genug! Das Letzte, was wir brauchen, sind springende, unfähige Aktivisten! Wären wir mit E-Autos hier weggekommen? Wo hätten wir die laden sollen? Macht Euch mit Schaufel, Werkzeug und Notstromaggregaten auf zu uns und helft aktiv! Ich gebe der Politik die Schuld an der Misere….

Hier gibt es den vollständigen Original Text zu lesen ⇒ reitschuster.de

VIDEO

 

Möglichkeit den Opfern des Hochwassers zu helfen. Hier drei Spenden-Möglichkeiten:

  • Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. / Diakonie RWL DE79 3506 0190 1014 1550 20 Stichwort: Hochwasser-Hilfe. Weitere Spendenmöglichkeiten: http://www.diakonie-rwl.de/hochwasser-hilfe
  • Diakonie Wuppertal: Diakonisches Werk Wuppertal; Stadtsparkasse Wuppertal; Iban DE31 3305 0000 0000 5589 24; Bic WUPSDE33XXX, Stichwort „Hochwasser“.
  • Gemeinschaftsstiftung für Wuppertal; IBAN: DE43 3305 0000 0000 1157 09; BIC/SWIFT-Code: WUPSDE33XXX

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Quelle: https://reitschuster.de/post/die-ueberflutungen-sind-eine-hochwasser-katastrophe-mit-ansage-gewesen/

 

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