Blitzabrodung und Waldvernichtung für Tesla
Jule Neigel hat den unten stehenden Brief der WSE (Wasserverband) veröffentlicht. Sie schrieb folgendes dazu:
Liebe LeserInnen meines Internetauftritts auf Facebook, liebe Freunde, liebe Fans,
ich hatte am Mittwoch einen Presseartikel zur Blitz-Abrodung eines großen Waldgebiets in Grünheide im Bundesland Brandenburg (300 Hektar), Nähe Polen, durch die US-Firma Tesla geteilt. Ich habe in meinem Kommentar zu dem Artikel die politischen Verantwortlichen u.A. wegen Skepsis der Einhaltung des geltenden Vergaberechts – wegen einem Spottpreis (zu lesen sind 1/3 Kaufpreis?: https://www.rbb24.de/…/gruenheide-tesla-grundstueck-kaufver…) eines großen Waldgebietes, obwohl vorhandene Industriebrachen inkl. Verkehrsanbindung in Nähe, nebst Subventionierung durch Vermögen der Bevölkerung (Steuergelder von 300 Millionen?) an die US-Firma – kritisiert.
Zudem lehnt die US-Firma, laut Presse, die Tarifanbindung der deutschen Gewerkschaften ab ( https://www.moz.de/…/brande…/artikel-ansicht/dg/0/1/1778233/ ) und wirbt zugleich schon Billiglöhner aus Polen an. Der Schutzbereich des Art. 9 GG für deutsche Arbeitnehmer wird von TESLA derzeit also
nicht mal anerkannt. Trotzdem wird der Wald schon gerodet, die Artenvielfalt des Biotops zerstört und das Grundwasser der Trinkwasserzone dazu schon verschmutzt und man verspricht Wirtschaftsaufschwung und umweltmäßig ein sauberes Image. (https://taz.de/E-Auto-Fabrik-in-Gruenheide/!5651332/ ). Für wen soll das nützlich sein?
Trotzdem wird der Wald schon gerodet, die Artenvielfalt des Biotops zerstört und das Grundwasser der Trinkwasserzone dazu schon verschmutzt
Die USA führt einen brutalen Wirtschaftskrieg, hat zuvor die Achillesferse der deutschen Automobilindustrie vorgeführt und nun kommt US-Tesla, die scheinbar die Bedingungen diktieren will, aber nach amerikanischem Recht. So läuft das schon viele Jahre, so z.B. bei anderen schon hier als Marktteilnehmer agierenden US-Firmen, die hier klare Gesetze und Pflichten umgehen, siehe Steuerfragen. Z.B. Hier: https://www.iwr.de/news.php?id=36118, oder hier: https://www.zeit.de/…/unt…/2015-05/amazon-deutschland-steuer, oder hier: https://www.welt.de/…/So-prellt-Starbucks-die-Steuern-in-Eu…
Die USA nennt das Kapitalismus und Neoliberalismus, wir nennen das Asozial, Unlauter, Ausbeutung und Rechtsbruch. Wenn die USA die Todesstrafe, Waffenkauf und Kranken- und Rentenversicherungslosigkeit erlaubt hat, müssen wir dem ja auch nicht folgen. Während hier nämlich die Gesetze auf soziale Marktwirtschaft und soziale Gerechtigkeit ausgelegt sind, werden sie durch die US-Firmen umgangen und wenn nötig mit globalen Machtmissbrauch per US-Politik bisher erpresst. Das bedeutet: Tatsächlich seriöse Bedingungen nach unseren Maßstäben, nationale wettbewerbsfaire Grundlagen für deutsche Arbeitnehmer und einem vermeintlich öffentlichem Wohl für regionale und deutsche Allgemeinheit sind hier irgendwie nicht zu erkennen? Stattdessen: Kolonialisierung des Gebietes auf Kosten der Bevölkerung und Natur, während polnische Arbeiter in Brandenburg kolonialisiert werden und in Polen versteuern und man die deutschen Arbeitnehmer, die Mitbewerber auf eigenem Grund, mit Dumpinglöhnen wiederum erpressen wird können, weil deutsche Gewerkschaften und Solidarität und Interessenvertreter damit ausgeschlossen sind. Mit einem Euro in Polen, bekommt man mehr als in der Bundesrepublik. Vielmehr stehen daher erhebliche Zweifel und offene Fragen der gesetzlichen Legitimierung des Werkbaus im Raum?
Es kam nach meinem Kommentar zu kontroversen Diskussionen durch Tesla-und technologische Hightec-Befürworter und Globalisten auf dieser Internet-Plattform: Ob ein Waldgebiet in Brandenburg dafür weichen dürfte, oder nicht, ob KünstlerInnen sich zu sichtbar fragwürdigen wirtschaftspolitischen Entscheidungen scharf äußern dürften, oder nicht, ob dabei genügend technische Fachkompetenz bestünde, ob der Zweck die Mittel heiligen dürfte, mehr Arbeitsplätze, etc.?
Die Frage blieb offen: Seit wann, bitte, meinen Parteienvertreter im öffentlichen Amt ganze Waldgebiete mit Trinkwasserquellen an ausländische Firmen zu Spottpreisen verscherbeln zu dürfen und auch noch Steuergelder der Bevölkerung hinterher schieben zu dürfen, ohne klare soziale und umweltkorrekte Bedingungen nach deutschen Gesetzen zu schaffen? Was ist daran bitte umweltfreundlich?
